Evaluation

VisitorChoice bietet Evaluationen vorhandener und ge­plan­ter Ausstellungen und weiterer musealer Angebote an. Die Einbindung der Evaluation in die Phase der Aus­stellungs- und Programmplanung und in die der Um­setzung bietet die Chance, die Bedürfnisse der an­vi­sierten künf­tigen Besucher einzubeziehen. Die Evaluation be­stehen­der Angebote ermöglicht eine fort­laufende, be­hut­same Optimierung an die Maßgaben der Aus­stellungs­macher.

Zu den Methoden der Evaluation zählen die der Be­fra­gung, der Beobachtung, der Fokusgruppen und direkte Tests von Modellen geplanter Ge­stal­tungs­entwürfe. Die im Fol­gen­den aufgeführten Aspekte bieten sich für Evaluationen an.
1. Allgemeine Rezeption der Ausstellung
Die allgemeine Rezeption der Ausstellung kann im Zuge einer Besucherbefragung ermittelt werden. Die Auflistung gibt nur Beispiele der abzufragenden Bereiche an.
  • Eindruck, Wirkung und Wahrnehmung der Austellung: Konzeption, Inszenierung, Gestaltung
  • Verwirklichung der Ziele der Ausstellung
  • Systematik, Strukturierung und Orientierung der Ausstellung
  • Nutzung einzelner Segmente und Elemente einer Ausstellung
  • Berücksichtigung ausländischer Besucher: fremdsprachliche Angebote
  • Berücksichtigung von Familien, Kinder, Senioren und Gruppen
2. Evaluation einzelner Elemente einer Ausstellung
Die einzelnen Elemente einer Ausstellung lassen sich weniger durch allgemeine Befragungen evaluieren. Hier sind die Methoden der Beobachtung von Besuchern bestehender Ausstellungen und die Befragung des Museumspersonals angebracht. Teststudien vermittels Entwürfe geplanter Ausstellungen sind im Vorfeld der Realisierung angemessen. Befragt werden beispielhaft der Nutzungsgrad, die Attraktivität, Verständlichkeit, Les­bar­keit und Platzierung der einzelnen Ausstellungselemente.
  • Exponate
  • Interaktive Stationen: ‘hands on’ und multimediale Stationen
  • Ausstellungstexte und Texte zu den Exponaten
  • Audio-Guides
  • Ermittlung von Barrieren, Hemmschwellen
  • Kataloge, Broschüren, Flyer
3. Service
Zunehmend rückt der Servicegedanke als wichtige Di­men­sion der Besucherzufriedenheit in den Blickpunkt. Der Be­sucher wird verstärkt als Gast betrachtet.
  • Umgang des Personals mit den Besuchern
  • Berücksichtigung der Belange von behinderten und alten Menschen
  • Angebote für Kinder
  • Attraktivität des Museumsshops
  • Attraktivität des Restaurants bzw. Cafés
  • Verkehrsanbindung
  • Preispolitik
  • Öffnungszeiten
  • Wartezeiten: Einlass, Ticketverkauf, Garderobe
4. Begutachtung von Orientierungssystemen (Wayfinding)
Die Begutachtung der Ausschilderung in der lokalen Um­ge­bung betrifft den Weg zum Museum selbst. Die des Orien­tierungs­systems im Haus beinhaltet die Erkennbarkeit der kürzesten Wege zu bestimmten Segmenten: Ausgängen, Toiletten, Garderobe, Shop, Restaurant, Kasse, Not­aus­gänge, Fahrstühle und zu den Ausstellungen selbst.
5. Gruppenführungen
Die Evaluation von Gruppenführungen dient der Ent­wick­lung von Standards für Führungen. Die Dimensionen der Eva­luation bestehen aus dem organisatorischen Ablauf, den Umgangsformen und wesentlich dem Vermögen sich auf die Voraussetzungen der Gruppen – Interesse, Vor­wissen und Bildungsniveau – einzustellen. Konkret wird die Qua­li­tät der Vermittlung der Inhalte und Ziele der Aus­stellung bewertet.
6. Multimedia
Die Evaluation multimedialer Angebote umfasst die von Multimedia-Applikationen, interaktiven Stationen und Netz­por­ta­len. Hierzu gehören unter anderem die Prüfung der Navigation, der Nutzungstiefe, der Verweildauer und der möglichen Barrieren multimedialer Angebote.
7. Schulungen und Seminare
Angeboten wer­den ein- bis zweitägige Seminare zu den The­men Besucherforschung und Evaluation. Zudem wer­den die Entwicklung und Durchführung hausinterner Eva­luationen beratend begleitet.